Dann beginnt die Trennungsphase: Langsam wird die tägliche Abwesenheitszeit des Elternteils aufgedehnt. Hier spielt das Verhalten des Elternteils wieder eine entscheidende Rolle – sie sorgen dafür, dass sich das Kind sicher fühlen kann. Zum einem durch eine selbstverständliche Freundlichkeit beim morgendlichen Abschied nehmen und zum anderen durch eine verlässliche Rückkehr des Elternteils zur vereinbarten Abholzeit. Dies ist die Stabilisierungsphase: Ich biete mich gezielt als Spielpartner an und reagiere auf die Signale des Kindes. Die Trennungszeiten werden, unter der Beachtung der Bedürfnisse, täglich verlängert. Die Eingewöhnungszeit ist beendet, wenn sich das Kind von mir trösten lässt, die sog. Schlussphase ist damit eingeleitet. Das Kind akzeptiert mich als „feste Größe“ im Raum und zeigt Bindungsverhalten – auch dann, wenn es nach dem Abschied nehmen am Morgen weint. Ich als Tagespflegeperson bin gleichzeitig auch eine Bindungsperson für das Kind geworden und kann es schnell beruhigen. Durch diese Form der Eingewöhnung ist ALLER ANFANG NICHT SCHWER.